Sind Kinder wirklich (noch) unsere Zukunft? – Ist das nicht längst, vor allem in den sogenannten „westlichen“ und generell in den hoch‑industrialisierten Ländern, eine hohle Phrase?
2018 erschien Michael Hüters Buch und Bestseller Kindheit 6.7. – Ein mahnendes und rückblickend beinahe prophetisches Buch. – Denn die scheinbar kühnsten Befunde und Analysen, die der Historiker in diesem 2018 erschienenen Grundlagenwerk stellt, wurden in den Jahren 2020 bis 2022 gesellschaftliche Realität.
Nach dem großen politischen und vor allem kollektiven gesellschaftlichem Versagen der letzten Jahre ist es endgültig Zeit, tiefer zu gehen und auch filmisch folgende Fragen zu stellen: Waren die geistigen Väter unseres westlichen Bildungssystems der letzten Jahrhunderte wirklich an der breiten Bildung des Volks interessiert?
War es wirklich Ziel der jahrhundertelang (teils gewaltvoll) forcierten Massenbeschulung, das Kind, also den Menschen, zu bilden und seine Potentiale zur Entfaltung zu bringen? Kann es sein, dass die Idee der Bildung des Menschen durch (Massen‑) Beschulung überhaupt einer der größten Mythen der letzten Jahrhunderte ist?
Kurz zur Erinnerung: Alle wirklich großen kulturellen Hochleistungen der Menschheitsgeschichte, wie die Entwicklung der Schrift, Mathematik, Astronomie, Architektur, Kanalisation, Medizin, Literatur und viele andere kulturelle Güter wurden lange und teils Jahrtausende vor der Durchsetzung der Massenbeschulung hervorgebracht!
Ist die westliche Sozialisierung des Menschenkindes (der letzten rund 200 Jahre) nicht schon lange eher eine der Entmenschlichung als eine, die zur Mensch‑Werdung führt? „Bilden“ wir hier im Westen (in freilich hehren Absichten) von Schwangerschaft und Geburt an (Stichwort industrialisierte Geburt) und über die ersten Lebensjahre (vollständige Trennung des Kindes von Familie und öffentlicher Gemeinschaft) geradezu „prototypisch“ den normopathischen und ideologieanfälligen Massenmenschen?
Dieser geplante Dokumentarfilm „Der große Mythos“ wird eine filmische Spurensuche durch ein paar Jahrhunderte Erziehungs‑ und Bildungsgeschichte werden und durch einige Länder und auch zum Ursprung des (verloren gegangenen) Humanismus führen. – Nach Italien…
Gehen Sie mit auf eine filmische Zeitreise durch ein paar Jahrhunderte Mythos und Realität von Familie und Bildung!
Skript / Produktion / Regie:
Michael Hüter
Kamera:
Francesco Conti (Italien/Schweiz/Österreich)
Sorin Dragoi
(Italien)
Johannes Ziegler, Stefan Held, Pascal Peters (Deutschland)
Produktionszeit:
September 2023 – Mai 2026
Produktionskosten:
125 000,– Euro
Drehorte:
Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz
Geplante Filmpremiere:
Herbst 2026
Hauptpartner:
Raphael Städler
Weitere Kooperationspartner:
HKCM
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